Erlanger Behandlungskonzept

LKG-Zentrum

Sprecher:
Prof. Dr. med. dent. Lina Gölz
Prof. Dr. med. Dr. med. dent. Marco Kesting
 

Das Erlanger Behandlungskonzept

Interdisziplinarität ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Behandlung, die den Bedürfnissen eines jeden Patienten individuell gerecht werden. Auch im LKG-Zentrum finden das Wissen und die Expertise unterschiedlichster Spezialisten zusammen. Kurze Wege und ein umfassendes operatives Portfolio zeichnen das Zentrum darüber hinaus aus. Lippen- und Gaumenverschlüsse werden hier operativ – primär und sekundär – behandelt, Patienten vom Säuglingsalter bis zum Erwachsenenalter begleitet. Deshalb steht für uns nicht zuletzt die menschliche Bindung zu unseren Patienten im Vordergrund. Patienten, Eltern und anderen Angehörigen steht das LKG-Zentrum immer auch beratend zur Seite.
 

Erlanger Behandlungskonzept im Überblick
Schwangerschaft Vorgeburtliche Diagnostik und Beratung
Geburt

Festlegung des interdisziplinären Behandlungskonzepts nach der Geburt

Außerdem erfolgt – falls erforderlich – die
Abdrucknahme für die Anfertigung eines
kieferorthopädischen, prächirurgischen
Gaumenplättchen („Alveolar Molding“).
Regelmäßige Kontrollen mit Anpassung
und ggf. Neuanfertigung des Gaumenplättchens
sind erforderlich

Zudem erfolgt – sofern erforderlich – eine
kieferorthopädische prächirurgische Ausformung
der Nase mit Hilfe eines am
Gaumenplättchen angebrachten Nasenstegs
(„Nasoalveolar Molding“, kurz NAM).
Regelmäßige Kontrollen, Nasenabformungen
und Anpassungen sowie ggf. Neuanfertigungen
sind auch hier erforderlich

4. - 6. Monat

Operativer Verschluss der Lippe und der Weichteile des zahntragenden Kieferabschnitts und des Nasenbodens

Am Tag vor der Operation erfolgt eine
pädaudiologische Untersuchung

Ggf. Einlage von Paukenröhrchen

Nach abgeschlossener Wundheilung
erfolgen ggf. die Stabilisation mittels
Nasenretainer und die Neuanfertigung
des Gaumenplättchens. Regelmäßige
Kontrollen mit Anpassungen sind erforderlich

12. - 15. Monat

Operativer Verschluss des weichen und/oder harten Gaumens

Am Tag vor der Operation erfolgt eine
pädaudiologische Untersuchung

Ggf. Einlage von Paukenröhrchen

Kieferorthopädische Frühbehandlung zur
Verbesserung der Sprache bei funktionellen
Störungen und zur Förderung
des Mittelgesichtswachstums

5. - 6. Lebensjahr

Ggf. Korrekturen, z.B. Naseneingangskorrektur

Ggf. Korrektur des velopharyngealen Abschlusses

8. - 10. Lebensjahr

Ggf. sekundäre Osteoplastik (Knochentransplantation) zum ungehinderten Durchbruch der bleibenden Zähne und zuvor –
sofern erforderlich – kieferorthopädische
Korrektur der Oberkieferbreite

10. - 14. Lebensjahr Kieferorthopädische Korrekturen der
Kiefer- und Zahnfehlstellungen
Nach Abschluss des Wachstums

Korrekturoperationen, z. B. an Narben, Nase und Kiefer, z. B. operative Verlagerung
des Mittelgesichts oder des Unterkiefers

Kieferorthopädische Erwachsenenbehandlungen

Implantatversorgung und ggf. prothetische
Versorgungen